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AIV-Schinkel-Wettbewerb 2027 | Mythos Alexanderplatz, Berlin

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AIV Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.

AIV Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.
Offener Ideenwettbewerb außerhalb der RPW 2013, mit Orientierung an deren wesentlichen Verfahrensprinzipien.

Seit 1855 richtet sich der AIV-Schinkel-Wettbewerb als Förder- und Ideenwettbewerb jährlich an junge Planer*innen, um deren Kreativität für die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben zu wecken.

Er richtet sich an Studierende und Absolvent:innen der Fachrichtungen Städtebau, Landschaftsarchitektur, Architektur, Bauingenieurwesen, Verkehrsplanung und verwandter Disziplinen sowie Künstler:innen und Studierende der Freien Kunst.

Neben der Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses initiiert der Wettbewerb einen Dialog zwischen Stadtöffentlichkeit, Fachleuten, Verwaltung und Politik. Er zielt darauf ab, Interesse für ein Gebiet zu wecken, Sensibilität im Umgang mit dem Bestand zu entwickeln, die Bedeutung für die Umgebung aufzuzeigen und somit zur Qualifizierung der Aufgabenstellung einer formellen Planung beizutragen. In diesem Sinne ist der Wettbewerb darauf ausgerichtet, eine Beziehung der breiten Öffentlichkeit zum Planungsgebiet zu generieren und sie für die Gestaltung der öffentlichen Räume zu gewinnen. Aufgrund seiner Unabhängigkeit gelingt es dem AIV-Schinkel-Wettbewerb damit, Anregungen in laufende Planungen einzubringen.

www.aiv-berlin-brandenburg.de/aiv-schinkel-wettbewerb

Teilnahmeberechtigt

Studierende und Absolventen der Studiengänge Städtebau, Landschaftsarchitektur, Architektur, Bauingenieurwesen, Verkehrsplanung und verwandter Fachrichtungen sowie der Freien Kunst.

Zulassungsbereich

International

Frist

2027-02-08 16:00:00

Wettbewerbsaufgabe

Die Abgabefrist zum AIV-Schinkel-Wettbewerb 2027 | Mythos Alexanderplatz Berlin endet am 08.02.2027 um 16:00 Uhr sowohl für die physische wie auch die digitale Abgabe. 
 
Die physische Abgabe erfolgt entweder persönlich oder per Post- bzw. Kurierdienst an die 
Geschäftsstelle des AIV zu Berlin-Brandenburg
Bleibtreustraße 33
10707 Berlin
 
Die ausgedruckten Präsentationspläne sind am Abgabetermin (08.02.2027) in
der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Geschäftsstelle des AIV zu Berlin-Brandenburg persönlich, per Post oder Kurierdienst abzugeben. Es handelt sich
um einen Submissionstermin. Verspätet eingehende Arbeiten werden von der
Jurierung ausgeschlossen. Das Datum des Poststempels vom Tag der Abgabe
ist nicht ausreichend.
 
Die digitale Abgabe erfolgt über folgenden Link
 
Bitte melden Sie sich am Ende der o.g. Seite mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an
und füllen in der Eingabemaske alle vorgegebenen Felder aus.
 
Sobald diese vollständig ausgefüllt wurde erscheint unter
Vollständigkeit der Teilnehmerdaten statt des roten Kreuzes ein grüner Haken. 
Bitte gehen Sie an das Ende der Seite und drücken Sie bitte ganz wichtig
auf den nun blauen Knopf „Jetzt meine Daten zur Teilnahme absenden“.
Sie bekommen dann eine Bestätigung zur Teilnahme per mail.
 
Die Abgabe erfolgt physisch und digital. Beide Bestandteile sind verpflichtend.


Mythos Alexanderplatz

Der Alexanderplatz ist literarischer Mythos, filmische Projektionsfläche und Brennpunkt der Berliner Identität zugleich. Ob in Alfred Döblins Großstadtroman, in Walter Ruttmanns Symphonie einer Großstadt oder als Schauplatz historischer Zäsuren, von den Barrikaden der Märzrevolution 1848 bis zum folgenschweren Ruf „Wir sind das Volk!“ im Herbst 1989: Der Platz spiegelt die Brüche der deutschen Geschichte wider.

Politische Systemwechsel und konkurrierende Ideen von Stadt führten im 20. Jahrhundert zu allumfassenden baulichen Manifestationen: Auf Peter Behrens’ Vision eines rationalen, einheitlich umbauten Weltstadtplatzes folgte nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs der kompromisslose Umbau zum weiträumigen sozialistischen Stadtzentrum. Dies wird nach der Wiedervereinigung grundsätzlich in Frage gestellt. Hans Kollhoffs Masterplan aus dem Jahr 1993 sah eine neue Blockbebauung mit daraus empor wachsenden Türmen vor, die nicht nur die Berliner Hochhausdebatte, sondern auch die Kontroverse im Umgang mit dem baulichen Erbe der DDR prägt. 

Die Idee einer neuen Stadtkrone wurde durch den ausbleibenden Bauboom und die schrittweise Unterschutzstellung des DDR-Bestands jedoch zunehmend relativiert. Sowohl die architektonische Qualität als auch die rein kommerzielle Prägung der umgesetzten Projekte bleiben weit hinter der gesamtstädtischen Bedeutung des Ortes zurück.

Gleichzeitig haben sich die Vorzeichen zeitgenössischer Stadtentwicklung fundamental verschoben. Pionierprojekte wie das benachbarte, kooperative Haus der Statistik oder die Debatte um die Ansiedlung der Zentral- und Landesbibliothek im Galeria-Warenhaus beweisen, dass die Zukunft des Zentrums im Gemeinwohl liegen kann.

Der Schinkel-Wettbewerb 2027 fordert dazu auf, aus diesen vielschichtigen Fragmenten eine positive, integrative Vision für den Alexanderplatz und sein vernachlässigtes Umfeld zu entwerfen, die dem mythischen Nimbus des Ortes gerecht wird. Den kommerziellen Nutzungen sollen neue öffentliche, kulturelle und soziale Angebote entgegengesetzt werden, die den Ort als gemeinwohlorientierten Raum neu definieren. Durch die enge Verknüpfung der fünf Fachsparten – von der Transformation des Bestands über die Aktivierung klimaresilienter Freiräume bis zum infrastrukturellen Brückenschlag – soll ein lebendiges, gerechtes Quartier für eine diverse Stadtgesellschaft entstehen.

 

Die Aufgabe ist für jede Fachrichtung spezifiziert. Die Bildung von Kooperationen zur interdisziplinären Bearbeitung ist ausdrücklich erwünscht.

Städtebau
Der vielschichtige Raum der Alexander- und Memhardstraße soll neu gedacht werden. Gesucht werden mutige stadträumliche Visionen, die das Hochhaus als Typologie kritisch hinterfragen. Anhand der Neu- und Umbaupotenziale soll aufgezeigt werden, wie kommerzielle und gemeinwohlorientierte Nutzungen mit cleveren programmatisch-regulativen und strukturell-prozessualen Konzepten vereinbart werden können..

Landschaftsarchitektur
Der Stadtraum rund um den Alexanderplatz soll landschaftsarchitektonisch neu geordnet werden. Die Herausforderung besteht darin, seine fragmentierten Platz-, Straßen- und Zwischenräume zu einem zusammenhängenden öffentlichen Raum weiterzuentwickeln. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich durch Freiraum-Aneignung von den unterschiedlichen Akteuren vor Ort Nachbarschaften aktivieren, neue Formen öffentlicher Nutzung ermöglichen und historische Strukturen mit heutigen Anforderungen verknüpfen lassen.

Architektur
Das Umfeld des Alexanderplatzes ist fragmentiert und von kommerziellen Nutzungen geprägt. Ziel ist es, den Raum der Alexanderstraße und die Einmündung der Memhardstraße mit öffentlichen, kulturellen und sozialen Angeboten divers und gemeinwohlorientiert neu zu definieren. Dabei soll durch Bestandstransformation (Haus der Elektroindustrie) oder Neubau – denkbar auch in prozesshaften Szenarien - das bauliche Erbe der DDR mit der Nachwendeplanung und den angrenzenden Quartieren in Verbindung gesetzt werden.

Mobilität und Verkehr
Das Umfeld des Alexanderplatzes ist durch breite Verkehrsachsen geprägt, die als Barrieren wirken. Dadurch gibt es aktuell wenig Potenziale für Architektur-, Städtebau- und landschaftsplanerische Maßnahmen. Ausgehend von einer Reduzierung der Verkehrsflächen des MIV um ca. 50 % werden Konzepte gesucht, die anderen Nutzungen Flächen bereitstellen und gezielt Impulse für nachhaltige Mobilität setzen.


Konstruktiver Ingenieurbau
Der Konstruktive Ingenieurbau stellt den Teilnehmenden die Aufgabe, die ehemalige Waisenbrücke im Zuge der Littenstraße als Fuß- und Radverbindung zur besseren Anbindung des Alexanderplatzes wieder aufzubauen. Damit soll die Transformation des Verkehrs vom Auto zum Rad nachdrücklich unterstützt werden. Zudem besteht die Option, die Brücke für weitere Nutzungsmöglichkeiten auszulegen.

Freie Kunst
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Alexanderplatz kann das nähere Umfeld des Platzes mit einbeziehen und die Erstellung eines skulpturalen, bildnerischen oder sozial-performativen Kunstprojektes beinhalten. Für den Beitrag der Bildenden Kunst zur weiteren Gestaltung des Alexanderplatzes kann auf so unterschiedliche Beispiele wie das großflächige Mosaik von Walter Womaka am Haus des Lehrers und die konstruktive Arbeit der stadtplanerisch-künstlerisch tätigen Kooperative Raumlabor geschaut werden. Möglich sind sowohl Akzentsetzungen innerhalb der bestehenden Struktur wie auch die Erstellung eines raumgreifenden künstlerischen Konzeptes.


Zulassungsberich, Teilnahmeberechtigung und Gruppengröße

Der Zulassungsbereich ist international und räumlich nicht begrenzt. Eine Teilnahme ist unabhängig vom Wohn- oder Studienort möglich. Für die Teilnahme gelten die folgenden Bedingungen, deren Einhaltung eigenverantwortlich zu prüfen und bei Abgabe der Wettbewerbsarbeit schriftlich zu bestätigen ist:
- Teilnahmeberechtigt sind Studierende und Absolvent:innen der Fachrichtungen Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen, Verkehrsplanung sowie angrenzender Disziplinen. Ebenso zugelassen sind Künstler:innen und Studierende der Freien Kunst.
- Zum Zeitpunkt der Abgabe des Wettbewerbsbeitrags dürfen die Teilnehmer:innen – auch in Arbeitsgemeinschaften – nicht älter als 35 Jahre sein.
- Die Teilnahme ist nur möglich, wenn die Bewerber:innen bisher keinen Schinkelpreis gewonnen haben.
- Eine Teilnahme ist ausgeschlossen, wenn ein Verwandtschafts- oder Schwägerschaftsverhältnis zu einem Mitglied der Jury besteht.
- Mit der Einreichung ist schriftlich zu versichern, dass die Teilnehmer:innen die geistigen Urheber:innen der Arbeit sind und diese eigenständig bzw. im Team selbst erarbeitet wurde.
- Gruppenarbeiten sind zugelassen. Die maximale Gruppengröße beträgt vier Personen. Alle Gruppenmitglieder müssen in der Verfassererklärung vollständig und namentlich aufgeführt werden.


Die Teilnehmenden sind selbst dafür verantwortlich, ihre Teilnahmeberechtigung zu prüfen. Die Preisvergabe erfolgt unter Vorbehalt der Teilnahmeberechtigung. Sollte ein Preisträger wegen fehlender Berechtigung oder Regelverstoßes ausscheiden, rücken andere Teilnehmende entsprechend der Rangfolge nach – sofern das Preisgericht nichts anderes festhält. Die Prüfung der Teilnahmeberechtigung erfolgt nach Abschluss des Verfahrens durch die auslobende Stelle.


Termine
Veröffentlichung der Auslobung: 01. September 2026
Ortsbesichtigung: 24. Oktober 2026 (11:00 Uhr)
Abgabefrist für Rückfragen: 02. November 2026
Rückfragenkolloquium: 13. November 2026 (17:00 Uhr)
Anmeldeschluss: 25. Januar 2027 (bis 23:59 Uhr) 
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten: bis 08. Februar 2027 (bis 16:00 Uhr)
Fachspartenjurys: 17. bis 19. Februar 2027
Schinkel-Jury: 20. Februar 2027
Ausstellungseröffnung mit Presse: 13. März 2027
Schinkel-Fest mit Preisverleihung: 13. März 2027


Rückfragenkolloquium und Rückfragenforum
Das Rückfragenkolloquium findet am 13. November 2026 um 17:00 Uhr online statt.
Nähere Informationen zur Teilnahme sowie der Zugangslink werden rechtzeitig auf den Webseiten des AIV zu Berlin-Brandenburg und im Teilnehmerbereich von wettbewerbe aktuell veröffentlicht.


Die Teilnahmezahl kann begrenzt sein. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen.

 

Zugangsdaten für das Rückfragenkolloquium am 13.11.2026

AIV-Schinkel-Wettbewerb | Rückfragenkolloqium
Zeit: 13.Nov. 2026 17:00 

Link https://us06web.zoom.us/j/89213451173?pwd=JnDHraD8v5yX716e5uj1XwEvMbUFq3.1

Meeting-ID: 892 1345 1173
Kenncode: KFD



Ortsbegehung 

Die Ortsbegehung findet am Samstag, 24. Oktober 2026 statt.
Treffpunkt an der Weltzeitenuhr auf dem Alexanderplatz, Berllin um 11:00 Uhr

Anmeldung zur Ortsbegehung unter mail@aiv-bb.de

 

Fragen zur Auslobung können ausschließlich von registrierten Teilnehmer:innen gestellt werden – und zwar schriftlich über das webbasierte Rückfragenforum im Teilnehmerbereich von wettbewerbe aktuell.
- Der Zeitraum zur Einreichung von Fragen endet am 02. November 2026.
- Die Teilnehmer:innen sind dafür verantwortlich, eigenständig zu prüfen, ob ihre Fragen im Forum korrekt angezeigt werden.
- Alle eingegangenen Fragen und die zugehörigen Antworten werden im Rahmen des Rückfragenkolloquiums vorgestellt und im Anschluss schriftlich im Rückfragenforum veröffentlicht.
- Die Antworten gelten als verbindlicher Bestandteil der Auslobung.

 

Hinweis: Rückfragen, die vor der Registrierung entstehen, können per E-Mail an folgende Adresse gerichtet werden: stoecks@wettbewerbe-aktuell.de

Infos

Hinweis
Sie haben bereits einen wa-Account? Dann loggen Sie sich einfach ein und füllen innerhalb der Bewerbungsfrist die Eingabemaske aus!  

Sie besitzen noch keinen wa-Account? Kein Problem! Erstellen Sie sich unter „Mein Konto“ einfach einen kostenlosen Basis-Account. Sie erhalten im Anschluss eine E-Mail mit der Bitte um Registrierungsbestätigung. Sobald diese erfolgt ist, können Sie sich für das Online-Verfahren registrieren und teilnehmen!

Support zum Online-Verfahren
Der Support ist erreichbar von Mo – Fr von 08:00 – 16:00 Uhr unter Tel. 0761/7745530 oder per Mail unter support@wettbewerbe-aktuell.de


Bitte beachten Sie, dass Ihre Abgabe zum Wettbewerb erst dann vollständig ist, wenn Sie die Daten “abgeschickt“ und eine entsprechende Bestätigungs-Email bekommen haben!

 

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