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Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie, Berlin Mitte

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Quelle: Open Data Berlin, 2026, bearbeitet durch ISR | © Quelle: Open Data Berlin, 2026, bearbeitet durch ISR Quelle: Open Data Berlin, 2026, bearbeitet durch ISR

Land Berlin vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Offener zweiphasiger interdisziplinärer Realisierungswettbewerb

Teilnahmeberechtigt

Landschaftsarchitekt*innen mit Architekt*innen und Ausstellungsgestalter*innen / Szenograf*innen

Zulassungsbereich

EWR

Frist

2026-05-27 16:00:00

Wettbewerbsaufgabe

Anlass und Ziel:
Der Checkpoint Charlie – ehemaliger westalliierter Kontrollpunkt an der Friedrichstraße/Zimmerstraße - zählt zu den international bekanntesten historischen Orten Berlins und ist zugleich mit etwa 4 Millionen Besuchenden jährlich ein hoch frequentierter urbaner Raum. 

Der Erinnerungsort umfasst die ehemalige DDR-Grenzübergangsstelle Friedrichstraße/Zimmerstraße sowie den ehemaligen alliierten Kontrollpunkt Checkpoint Charlie ergänzt durch den dazugehörigen Grenzstreifen entlang der Zimmerstraße und die erhaltenden Brandwänden mit Spuren des Grenzregimes der DDR. Zusammen bilden diese Elemente einen Denkmalbereich von geschichtlicher und städtebaulicher Bedeutungund und sind Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage Berliner Mauer. 

In seiner heutigen Erscheinung und Nutzung bleibt der Ort seiner historischen Bedeutung zurück. Weder die räumliche Gestaltung noch die inhaltliche Vermittlung werden dem historischen Gewicht bislang gerecht. 

Vor diesem Hintergrund besteht die Notwendigkeit, den Stadtraum als zusammenhängenden Bildungs- und Erinnerungsort dauerhaft zu gestalten und zu sichern. Ziel ist die Entwicklung eines gestalterisch, räumlich und inhaltlich überzeugenden Gesamtkonzepts für den Stadtraum. Im Zentrum der Aufgabenstellung steht die Ausarbeitung eines inhaltlich tragfähigen Konzepts für den Bildungs- und Erinnerungsort. Maßgeblich ist dabei die Entwicklung einer überzeugenden Ausstellungskonzeption als inhaltlicher Kern. Darauf aufbauend sind geeignete Formate der Vermittlung und Erinnerungskultur zu entwickeln, die die historische Bedeutung nachvollziehbar machen, den Kontext der deutschen Teilung einordnen und eine internationale Verständlichkeit gewährleisten.

Das Land Berlin lobt dafür einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb nach RPW aus an dem interdisziplinäre Bewerbergemeinschaften aus Landschaftsarchitekt*innen, Architekt*innen und Ausstellungsgestalter*innen teilnehmen können. Der Wettbewerb bietet die Chance, den Standort als hochwertigen Stadtraum mit internationaler Strahlkraft neu zu positionieren- als ein Ort für Alle, der sowohl der Vermittlung von historischem Wissen dient, als auch als Raum für die Diskussion mit aktuellen Fragestellungen zu Freiheit, Demokratie und dem Ost-West-Konflikt bietet.  

Gegenstand des Wettbewerbs ist die gestalterische und konzeptionelle Ausformulierung eines öffentlichen Stadtraums, der den historischen Ort als Bildungs- und Erinnerungsort lesbar macht und zugleich als zeitgemäßer Freiraum funktioniert. Der Wettbewerb zielt auf ein integriertes Zusammenspiel von Ausstellungsflächen und -elementen und einem Informationspavillon sowie Stadt- und Freiraumgestaltung ab. Der Bildungs- und Erinnerungsort wird von der Stiftung Berliner Mauer betreut und kuratiert. Die Ausstellungsflächen sollen der Präsentation historischer Inhalte dienen und zugleich als dialogische Räume konzipiert werden, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes ermöglichen.

Im Vorfeld des Wettbewerbsverfahrens wurde unter anderem ein städtebauliches Dialogverfahren und ein kulturfachliches Dialogverfahren zum Bildungs- und Erinnerungsort durchgeführt sowie ein verkehrliches Innenstadtkonzept erarbeitet. In diesen Prozessen wurden Leitlinien für die gestalterische Weiterentwicklung des Ortes definiert. Auf dieser Grundlage soll der Checkpoint Charlie in einen erlebbaren erinnerungskulturellen Stadtraum transformiert werden, der die historische Bedeutung und die räumliche Dimension der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle und des alliierten Kontrollpunkts nachvollziehbar und erfahrbar macht. Der Bildungs- und Erinnerungsort soll sich über die östlich und westlich der Friedrichstraße gelegenen Platzflächen erstrecken und diese zu einem zusammenhängenden räumlichen Ensemble verbinden. Neben der Geschichtsvermittlung sollen die Flächen als öffentliche Stadträume mit hoher Aufenthaltsqualität für die Berliner Stadtgesellschaft sowie für nationale und internationale Besuchende nutzbar sein.

Infos

Ausloberin:            
Land Berlin vertreten durch 
die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen 
Abteilung II - Städtebau und Projekt
e
Referat II D - Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Württembergische Straße 6
10707 Berlin


Bauherr:        
Land Berlin vertreten durch
Senatsverwaltung für Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, 
Klimaschutz und Umwelt
Abteilung V – Tiefbau
Referat V B - Straßenbau/Wasser/Beleuchtung/Technik
Brunnenstraße 110d – 111
13355 Berlin

in Kooperation mit 
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Abteilung V - Hochbau
Referat V A - Kulturbauten
Fehrbelliner Platz 4
10707 Berlin


Nutzerin / Betreiberin:
Stiftung Berliner Mauer
Bernauer Straße 111
13355 Berlin

in Kooperation mit 
Bezirksamt Mitte
Straßen- und Grünflächenamt
Karl-Marx-Allee 31
10178 Berlin

 

Terminübersicht: 
Ausgabe der Unterlagen 01.04.2026

1. Phase:
schriftliche Rückfragen bis 14.04.2026, 12:00 Uhr
Ausgabe des Rückfrageprotokolls 24.04.2026
Abgabe Wettbewerbsarbeiten bis 27.05.2026, 16:00 Uhr
Sitzung des Preisgerichts 16. / 17.06.2026

2. Phase:
Ausgabe der Überarbeitungsempfehlungen 24.06.2026, 12:00 Uhr
schriftliche Rückfragen bis 07.07.2026, 12:00 Uhr
Rückfragenkolloquium 16.07.2026
Ausgabe des Rückfragenprotokolls 22. Juli 2026
Abgabe Wettbewerbsarbeiten bis 11.08.2026, 16:00 Uhr
Sitzung des Preisgerichts 09.09.2026
Ausstellungseröffnung 12.10.2026, 18:00 Uhr
Ausstellung 13. – 23.10.2026

 

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Teilnahme:
Bitte beachten Sie, dass Ihre Abgabe zum Wettbewerb erst vollständig abgegeben wurde, nach dem Sie die Daten “abgeschickt“ haben und eine Bestätigungsmail dazu bekommen haben.

 

Hinweise:   
Sollten Sie bereits Zugangsdaten über “Mein Konto“ bei „wettbewerbe aktuell“ haben, können Sie sich dann mit diesen beim Onlineverfahren einloggen und danach die Eingabemaske bis zum Ende der Abgabefrist ausfüllen. Sollten Sie noch keinen Account bei „wettbewerbe aktuell“ haben, erstellen Sie sich über “Mein Konto“ einen kostenlosen Basis-Account. Nach Erstellen des neuen Accounts bekommen Sie eine E-Mail zur Bestätigung der Registrierung. Diese müssen Sie zwingend bestätigen, erst danach können Sie sich für das Onlineverfahren registrieren und teilnehmen.

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